Ostwerk Augsburg - Pressebereich

21.09.

STATION 17 (Live)

Die Band Station 17 entsteht 1988 unter der Leitung von Kai Boysen und veröffentlicht über die Jahre sieben Studioalben, absolviert unzählige Live Auftritte und kooperiert mit den unterschiedlichsten Künstlern der unterschiedlichsten Bereiche.

Im Zuge des Generationenwechsels kommt es 2006 zu einer Umstrukturierung der klassischen Station 17 Besetzung. Damit verbundene Ermüdungserscheinungen lassen sich jedoch nicht ausmachen.

Die Band tritt dieser Tage aktiver denn je in Erscheinung und hat sich entgegen vieler Annahmen keine „Lila Pause“ gegönnt. Trotz oder gerade aufgrund ihrer mittlerweile 20 Jahre andauernden Historie trägt die Musik von Station 17 ein neues, experimentierfreudiges Kleid.

Auch die klassische Bandbesetzung wurde zugunsten einer neuen Offenheit ad acta gelegt. Egos haben Sendepause - Music is the key. Dieser Kollektivgedanke ermöglicht Station 17 einen neuen Zugang zu den unterschiedlichsten Einflüssen und auch Genre. Der Bandkosmos wird dadurch unendlich erweitert und erreicht somit eine nahezu unerschöpfliche künstlerische Schaffenskraft. Um es kurz zu machen:

Jeder und niemand mit Ausnahme von Station 17 ist Station 17.

Von künstlerischer Ziellosigkeit, einer allumfassenden und sich alles zuwendenden Fertigkeit zeigt sich jedoch keine Spur. Die Band weiß genau was sie will, beruft sich auf alte Stärken und vergisst dabei die Formulierung neuer Fähigkeiten nicht.

Auch live bleibt diese Band ein unvergleichbarer Event. Repetitive Rhythmen und hypnotische Bässe bieten hier den notwendigen Platz um sich locker zu machen, die Augen zu schließen und sich ganz der Musik hinzugeben. Station 17 bleiben jedoch hellwach und sind stets Herr der hierbei entstehenden Flut an Tönen. Am ehesten wird diese Form des Musizierens mit der unglücklich gewählten Formulierung der „Jam Session“ gekennzeichnet, bleibt jedoch unzureichend und unbefriedigend für die einzigartige Klasse dieser Band. Ein Station 17 Konzert ist keine Imitation ihrer eigenen Tonträger und ist nicht wiederholbar.

´Goldstein Variationen´ ist ein Kooperationsprojekt mit befreundeten Künstlern unterschiedlichster Genres. Gemeinsam im Studio wurden Momente eingefangen, Sounds fotografiert und Songs erarbeitet, bei denen jeder einzelne für eine konsequente Neuformulierung der eigenen Sound-Ästhetik sorgt. Eine Session dauerte nie länger als einen Tag und auch die Instrumentenverteilung innerhalb der Band wurde ad acta gelegt. Mit von der Partie waren solch illustre Gäste wie Fettes Brot, Guildo Horn, Krautrock Ikone Michael Rother (Neu!), Stereo Total, The Robocop Kraus, Ted Gaier (Die Goldenen Zitronen), Melissa Logan (Chicks On Speed), Schneider TM, Von Spar, Barbara Morgenstern, Knarf Rellöm und Kalabrese.

Schon das Erklingen der unterschiedlichen Band Namen lässt einen abwechslungsreichen Stil-Mix vermuten. Ganz richtig! Zwischen dem Ohrwurm verdächtigen HipHop Shuffle mit Fettes Brot, in dem sich Texterin Birgit Hohnen Gedanken über das Entstehen des Regenbogens macht und dem punkigen Electro-Pop mit Stereo Total – eine Hommage von Sängerin Jessica Basteck an ihren Star „Bill“ - klaffen Welten, die vom Station 17 Kosmos geschickt miteinander verknüpft werden.

Zum Krautrock lastigen Instrumental mit Michael Rother gesellen sich die avantgardistischen Retro Elektronik Klänge von Ted Gaier & Melissa Logan. „Für Heut Nacht“ - die etwas andere „One-Night-Stand“ Geschichte von Hoss Becker wird in der Kooperation mit Robocop Kraus zu einer überaus tanzbaren Electro Pop Nummer, gefolgt von dem hypnotisch getragenen, orientalisch anmutenden, Space Groove mit Schneider TM. Zu guter Letzt überrascht uns schließlich die fast schon schlagerhafte Pop-Rock Hymne mit Guildo Horn & seinen Orthopädischen Strümpfen.

Wie üblich bei Station 17, sorgen die überaus interessanten und einzigartigen Textkreationen für Aufhorchen. Welcher andere Künstler macht sich schon Gedanken darüber, was Aktien im Keller machen („Börsengang“) oder beklagt sich, dass der Abwasch immer bei einem selber hängen bleibt („Lass Das Mal Den Felix Machen“). Texte mit Wortwitz, mal zum Schmunzeln, mal mit ernsteren Untertönen, fernab von gängigen Popstar Klischees.

Der Album Veröffentlichung vorausgegangen sind insgesamt fünf 12“ Veröffentlichungen, auf denen jeweils zwei Kooperations-Songs plus Remixes (Mense Reents, Thomas Fehlmann, Sid LeRock, Cab Drivers, Kptmichigan, Erobique,. Tobias Thomas & Ada, MyMy, Justus Köhncke, Christopher Just) zu hören sind.

Die handbemalten Front-Cover der 12inches sind in einem Austauschprojekt mit dem Frankfurter Atelier Goldstein entstanden. In der Fusion zwischen Musik und bildender Kunst sind dabei zusätzlich zu den Vinyl-Veröffentlichungen, jeweils 25 einzigartige Vinyl Cover Kunstwerke gefertigt worden, die auf verschiedenen Ausstellungen publiziert werden.

Zur visuellen Verstärkung gibt es insgesamt 5 Musikvideos: Zwei in bewährter Weise vom barner 16 Filmkollektiv „von der Rolle“ und als absolute Neuheit in der Arbeit von Menschen mit Handicaps sind drei gemalt und gezeichnete Trickfilmvideos entstanden.

Das gesamte ´Goldstein Variationen´ Projekt wurde im Studio und auf der Bühne mit der Kamera begleitet und wird im Frühjahr 2009 in Form einer 90minütigen DVD Dokumentation erhältlich sein.

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